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Eines Tages lief mir ein kleiner Hund vors Rad,
rasch hob ich das Vorderrad und beförderte damit den Mops,
so sanft es ging, aus dem Wege mich vor einem Sturz und das
Tier vor Verletzungen rettend. erinnert sich N. E. Kaufmann,
der berühmte amerikanische Kunstradfahrer. Dieses Zufallskunststück
präsentierte der Radakrobat erstmalig im Washingtonring seiner
Heimatstadt Rochester. Als Mopsersatz nahm er einen Poloball und
als Spielpartner den Kunstradfahrer J. Featherly, und schon sprach
man von der Geburtsstunde des Radballs. Am 14. September 1893 wurde,
damals noch auf Hochrädern, in den USA das erste mal Radball
gespielt. Der Sport wurde alsbald populär und kam nach Europa
und Asien. Heute ist er längst nicht so populär wie Fußball
oder Basketball, dennoch wird diese Saalradsportart überwiegend
in Europa betrieben.
Beim Radball versuchen zwei Teams einen (mit Pferdehaaren gestopften,
17-18cm großen und 500-600g schweren) Stoffball in das gegnerische
Tor zu schlagen, was dann mit einem Punkt bewertet wird. Der Ball
wird nur durch Schläge mit dem Rad ohne Benutzung von Händen
und Füßen gespielt. Das Feld ist 14m x 11m groß
und wird mit 30cm hohen Schrägbanden umrandet. Beim Zweierradball
gibt es einen Feldspieler und einen Torwart, wobei diese beiden
ständig untereinander während des Spiels wechseln können.
In den halbkreisförmigen Zweimeterkreis darf jeweils nur ein
Spieler beider Mannschaften hinein, wenn sich auch der Ball darin
befindet. Zum Spiel benötigt man also vier Spieler, einen Schiedsrichter,
einen Ball und zwei Tore.
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